CineStar AWARD 2026

Mai 20, 2026

CineStar AWARD 2026

Wenn Schule zur Filmbühne wird: Der CineStar Award begeistert erneut

Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr wurde die HLW Leoben am 20. Mai erneut zum Treffpunkt für junge Filmkunst und kreative Visionen: Der CineStar Award fand heuer bereits zum zweiten Mal statt und begeisterte mit noch mehr Besucherinnen und Besuchern, einer exklusiven Atmosphäre und beeindruckenden filmischen Beiträgen.

Vor einem stilvoll gekleideten Publikum präsentierten die Schülerinnen und Schüler des vierten Jahrgangs der Kommunikations- und Mediendesign-Klassen (KOMD) ihre Kurzfilme. Die Qualität der Produktionen zeigte eindrucksvoll, wie stark sich das Projekt innerhalb eines Jahres weiterentwickelt hat: Professionelle Kameraführung, kreative Inszenierungen und emotionale Geschichten sorgten für große Begeisterung bei der Jury und im Publikum.

Der Projektauftrag lautete erneut, einen Kurzfilm zu einem beliebigen Thema zu gestalten. Als Ergebnis entstanden Werke, die berühren und aktuelle gesellschaftliche Themen wie Künstliche Intelligenz, Femizide oder schwere persönliche Schicksalsschläge eindrucksvoll aufgreifen. „Die hohe inhaltliche Tiefe und die technische Qualität der Filme machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis“, so Direktor Johannes Hanel.

Charmant und professionell führten Robert Weissenbacher, Lehrer und Moderator, und Kilian Raffer (3DH) durch den Abend. Unterstützt wurde die Veranstaltung auch dieses Jahr von der Steiermärkischen Sparkasse als Sponsor.

Die präsentierten Kurzfilme:

  1. Endprompt
    Die von Menschen geschaffene KI beginnt, die Kontrolle zu übernehmen
  2. Last Call
    Wenn ein Anruf dein gesamtes Leben verändert
  3. Where Seconds Are Eternal
    Die Frage lautet: Wirst du um dein Leben kämpfen?
  4. Land der toten Frauen
    Wenn die rosarote Brille die finstere Realität nicht mehr verdeckt
  5. See You Soon, Superstar
    Wenn selbst der eigene Traum zu groß erscheint
  6. Klingel mir das Lied vom Tod
    Ein unscheinbares Klingeln entwickelt sich zu einem gefährlichen Spiel voller Täuschung
  7. The Game
    Das Spiel beginnt – Runde für Runde, ohne Ausweg
  8. (Un)Seen
    Wenn zunächst Unsichtbares sichtbar wird – und Gefahr bedeutet

Eine hochkarätig besetzte Fachjury bewertete die Kurzfilme aus unterschiedlichen Perspektiven:

  • Julian Waldner (Schauspieler): Schauspiel und Plot-Gestaltung
  • Sabine Rinnhofer (Regisseurin und Drehbuchautorin): Storyline und Regie
  • Robert Rabensteiner (Moderator und Filmemacher): Kameraführung und Schnitt

Die Jury zeigte sich durchwegs beeindruckt vom hohen Niveau der Produktionen. Schauspieler Julian Waldner betonte dabei besonders die Bedeutung glaubwürdiger Darstellungen: „Authentizität ist das höchste Gut.“

Auch Sabine Rinnhofer, die heuer erstmals Teil der Jury war, zeigte sich begeistert: „Ich bin grundsätzlich ein kritischer Mensch und mir wurde auch gesagt, dass ich kritisch bewerten soll. Aufgrund des außergewöhnlich hohen Niveaus der Filme fiel mir das jedoch nicht leicht.“

Ähnlich äußerte sich Robert Rabensteiner: „Ich kam mit einer neutralen Erwartungshaltung an die Schule, wurde aber wirklich positiv überrascht. Beeindruckt haben mich sowohl die technische Umsetzung als auch die Kreativität.“

Bewertung der Filme

Nach dem Juryvoting lag „The Game“ mit insgesamt 28 Punkten knapp in Führung. Auch beim anschließenden Publikumsvoting blieb das Rennen bis zuletzt offen – drei Filme lagen nahezu gleichauf und sorgten für eine mitreißende Atmosphäre im Saal.

Am Ende setzte sich der dystopische Kurzfilm „The Game“ durch und gewann den diesjährigen CineStar Award. Der Film zeigt eine Welt, in der Menschen zum Spielball einer höheren Macht werden. Auf Platz zwei landete „(Un)Seen“, gefolgt von „Land der toten Frauen“.

Über den Sieg freuten sich Laura Gaber, Gil Kuttner, Anja Liebmann, Leonie Pretterer und Sarah Stelzer aus der 4DH. Das Gewinnerteam zeigte sich emotional: „Wir sind überglücklich, den CineStar Award gewonnen zu haben. Gleichzeitig möchten wir allen Filmteams herzlich gratulieren, denn hinter jedem einzelnen Beitrag stecken unglaublich viel Zeit, Kreativität und Engagement.“

Bericht: Chiara Wegscheider (3DH), Cathrin Trafella (3CH)
Fotos: Cathrin Trafella

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